In der Zeit von etwa 1096 bis zur Reformation gab es in Dänemark etwa 38 benediktinische Mönchs- und Nonnenklöster. Einige hielten sich bis etwa 1580. Erst als das Grundgesetz von 1849 Religionsfreiheit erlaubte, war der Weg für neue Klostergründungen wieder frei. Im Jahr 1898 wandte sich der damalige Bischof Johannes von Euch, Kopenhagen, an die Schwestern der Ewigen Anbetung in Innsbruck mit der Bitte, ein Kloster in Dänemark zu gründen. Die finanzielle Möglichkeit wurde von Baronesse Maria von Wacken Hartig geschaffen, die ihr ganzes Vermögen der Klosterstiftung vermachte. In den Jahren 1903 und 1904 kaufte das Kloster in Innsbruck durch Vermittlung der Ansgarstiftung Kopenhagen zwei Grundstücke am Jagtvej in Kopenhagen, aber erst 1912 wurde mit dem Bau begonnen. Im Juni 1914 kam-die Priorin M. Birgitta von Wacken Hartig zusammen mit sechs Schwestern nach Dänemark. Die Einweihung fand am 8. Oktober 1914 statt. Am gleichen Tag traten die beiden ersten dänischen Postulantinnen ein. Im Lauf weniger Jahre wuchs die Zahl der Schwestern auf 21. Von Anfang an war der Widerstand gegen ein so »verschlossenes« Kloster in der nichtkatholischen Bevölkerung groß. Daher waren die Aussichten, daß auch in Zukunft Nachwuchs kommen würde, sehr gering. Dieser Umstand und die finanzielle Lage legten den Gedanken nahe, das Kloster aufzuheben. Nachdem aber P. Wolfgang Czernin aus Beuron für die Schwestern 1935 die Exerzitien gehalten hatte, kam der Wunsch auf, die Gemeinschaft in ein Benediktinerinnenkloster umzuwandeln. In der Folge wurde unter der Leitung von P. Wolfgang und mit Hilfe von drei Mitschwestern aus der Abtei Frauenwörth das Anbetungskloster in ein Benediktinerinnenkloster umgeformt. Mit dem Christkönigsfest 1936, 24. Oktober, wurde das feierliche Chorgebet in der Klosterkirche am Jagtvej eingeführt. Zuvor hatten die Schwestern die benediktinische Ordenstracht angenommen. Damit begannen sie ihr kanonisches Noviziat, das mit der Profeß am 8. Dezember 1937 schloß.
1942
zogen die Schwestern um in das »Kloster Unserer Lieben Frau« auf dem Åsebakken,
einem ehemaligen Landsitz, ca. 25 km nördlich von Kopenhagen. Am 10. Juli
1942 begann das Gotteslob in »Vor Frue Kloster«, und am 22. August 1942 wurde
die Kapelle eingeweiht. Die Beuroner Konstitutionen wurden schon 1936 mit Adaptionen
übernommen. In den Jahren 1939/40 und erneut 1983 bemühte man sich
um den Anschluß an die Beuroner Kongregation. Erst 1988 wurde die volle
Inkorporation vollzogen. Seit 1949 gibt es, von dem damaligen Bischof Theodor
Suhr OSB angeregt, die Tradition einer Wallfahrt von 1500 bis 2000 Katholiken
aus Kopenhagen und aus der weiteren Umgebung am letzten Sonntag eines jeden
Mai nach Åsebakken, was sehr volkstümlich geworden ist. Das Kloster
hütet den kostbaren Schatz einer holzgeschnitzten Madonna aus der Lübecker
Schule um 1500, früher lange Zeit in der St.-Ansgar-Kirche in Kopenhagen
aufbewahrt und verehrt. Zum »Vor Frue Kloster« gehören zwei Gästehäuser:
»Subiaco« für Gäste mit Vollpension und »Pax-Emmaus« für Gruppen
(und auch Einzelpersonen), die sich selbst verpflegen. Ein Meditations-Vortragsraum
und eine eingerichtete Küche stehen den Gruppen zur Verfügung. Die
Schwestern sind bereit, mit den Gruppen über Ordensleben, Liturgie, Gebet
u. a. zu sprechen, wenn es gewünscht wird.
Der Konvent zählt 8 Schwestern.
| 06.00 Laudes 07.50 Terz und Eucharistiefeier 12.15 Sext 15.00 Lesehore 19.15 Vesper 20.15 Komplet |
Benediktinerinnenpriorat
»Vor Frue Kloster« Åsebakken
Høsterkøbvej 3
DK - 3460 Birkerød
Telefon: +45 458 106 98
Fax: +45 458 289 19
Email: vorfruekloster@mail.dk